Der Aufstieg von Kryptowährungen als neue Anlageklasse
Als Bitcoin der Welt 2008 zum ersten Mal vorgestellt wurde, fand die Kryptowährung nur bei einer Handvoll Enthusiasten Anklang. Im Laufe der Zeit hat sie jedoch ihre Vorzüge unter Beweis gestellt und den Weg für die Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie und die Entstehung zahlreicher anderer Kryptowährungen frei gemacht.
Durch ihre wachsende Nutzung und Akzeptanz haben Kryptowährungen bewiesen, dass sie keine Modeerscheinung sind und sie als eigene Anlageklasse innerhalb von Investmentportfolios echtes Potenzial aufweisen.
Obwohl die Nachfrage offensichtlich vorhanden ist, haben viele Investoren, insbesondere institutionelle Investoren, Schwierigkeiten dabei, auf das Produkt zuzugreifen und die Lücke zwischen der zugrunde liegenden dezentralisierten Blockchain-Technologie und traditionellen Investmentstrukturen zu schließen.
Die Geschichte der Kryptowährungen
Das Interesse an Bitcoin hat zwar erst in den letzten Jahren zugenommen, Kryptowährungen gibt es allerdings schon sehr viel länger.
Bitcoin wurde vor mehr als zehn Jahren als erste Kryptowährung eingeführt. Darauf folgte Ethereum im Jahr 2015.
Die Zeitleiste unten zeigt viele Schlüsselereignisse und Meilensteine, zu denen es bei der Einführung und Weiterentwicklung von Bitcoin und Ethereum gekommen ist.
Quelle für Bitcoin-Kurs: WisdomTree (3. Januar 2009, dem Start von Bitcoin, bis 12. Juni 2015) und Coinbase (ab 13. Juni 2015).
Wäre ein Zugriff auf Kryptowährungen über traditionelle Investmentkanäle möglich?
Es gab bisher mehrere Versuche, Kryptowährungen in traditionelle Investmentinstrumente zu integrieren – manche mit mehr Erfolg, andere mit weniger. In den meisten Fällen mussten die Investoren in eine neue, Kryptowährungen eigene Umgebung vorstoßen, um ein Engagement in einer bestimmten Kryptowährung zu erlangen. Dabei konnte es sein, dass Gelder an nicht regulierte Körperschaften gesendet werden mussten, um einen Kauf zu ermöglichen – ein Risiko, zu dem viele Manager verständlicherweise nicht bereit waren.
Bei WisdomTree sehen wir bezüglich der Schwierigkeiten beim Zugriff zahlreiche Parallelen zwischen Kryptowährungen und Rohstoffen. Nehmen wir Gold als Beispiel: Der Zugang zu industriellen Tresoren steht aus historischer Sicht nur Institutionen zur Verfügung, die in diesem Bereich sehr aktiv sind. Für alle anderen erforderte ein Investment in Gold entweder eine kostspielige sichere Verwahrung oder ein erhöhtes Risiko des Verlusts oder Diebstahls. 2003 brachten wir das weltweit erste, durch physisches Gold gedeckte Exchange Traded Product (ETP) auf den Markt, das über ein aktienartiges Instrument, das an regulierten Börsen gehandelt wurde, marktführenden Zugriff lieferte. Diese Entwicklung war die treibende Kraft bei der Demokratisierung des Zugriffs auf Gold weltweit. Die ETP-Struktur ist im Bereich des Rohstoff-Investments seitdem allgegenwärtig geworden und wird genutzt, um weltweit Milliarden von Dollar zu investieren.
Wie ETPs die Krypto-Asset-Klasse zugänglich machen können
In unserer Krypto-Videoserie untersuchen wir, wie die ETP-Struktur ähnliche Vorteile beim Investieren in Kryptowährungen liefern kann, da auch die breite Masse der Investoren Zugriff darauf hat und eine bekannte Art des Investments in einem regulierten Umfeld bereitgestellt wird.
Das Investment in Kryptowährungen anhand einer ETP-Struktur würde es den Investoren ermöglichen, die teure und zeitaufwendige Verwaltung von Kodierungsschlüsseln dem Emittenten zu überlassen und von der Sicherung der Vermögenswerte auf institutionellem Niveau zu profitieren.
Durch die Bereitstellung eines Krypto-Engagements in einem ETP könnten sich außerdem Vorteile durch standardisierte Marktfunktionen ergeben, auf die viele Investoren angewiesen sind. Ein zentralisiertes Clearing, die Notierung an einer anerkannten Börse und standardisierte Abwicklungsvorgänge senken das operationale und das Kontrahentenrisiko beim Tätigen von Investments
Dies könnte sich vor allem im Bereich der Kryptowährungen als äußerst wirkungsvoll erweisen, da das derzeitige Ökosystem mit mehr als zehn Handelsplätzen und ohne einheitliche Abwicklungsinfrastruktur recht fragmentiert ist. Der Investor müsste zu jedem Handelsplatz eine separate Verbindung aufbauen, um auf dessen Liquidität zugreifen zu können. Durch das Investment in ein ETP wird diese Verantwortung im Prinzip an spezialisierte Market Maker outgesourct, die über die Handelsinfrastrukturen verfügen, um zahlreiche Verbindungen zu Börsen zu verwalten. Auf diese Weise könnte das ETP als Liquiditätsaggregator für den zugrunde liegenden Kryptowährungsmarkt fungieren.